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Grußwort zum Tag der Architektur 2020

© Foto: BMI

 

Mit tiefgreifenden kulturellen und gesellschaftlichen Veränderungen, Klimawandel, dem Rückgang der endlichen Ressourcen, darunter Rohstoffe und Boden, und einem bewussteren ökologischen Verständnis steht die „Ressource Architektur“ heute vor neuen, entscheidenden Herausforderungen - und liefert gleichzeitig umfassende Antworten auf die Fragen unserer Zeit.

Der Neubau macht in Deutschland jährlich nur rund ein Prozent des Bauens aus; im Mittelpunkt stehen für uns meist die Pflege und der Erhalt des Gebäudebestands. Im intelligenten, nachhaltigen und verantwortungsvollen Umgang mit dem Vorhandenen liegt eine große Chance, aber auch eine Verpflichtung: Denn die bestehende Bausubstanz speichert unzählige Potenziale und Energien - neben Materie birgt sie auch Wissen, Geschichte, Gestaltung und Kultur. Diese Energien sind Grundlage für identitätsstiftende, lebenswerte und lebendige Räume, sie schaffen Zugehörigkeit und Heimat und bilden den Ausgangspunkt für die Interpretation und Weiterentwicklung unserer Lebensräume.

Dabei sollten wir beim Bestandserhalt nicht nur den Energieverbrauch, sondern vielmehr die energetische Bilanz des gesamten Lebenszyklus der Gebäude betrachten. Beim Umgang mit der bestehenden Bausubstanz wird die besondere Aufgabe darin bestehen, die Lebenszeit vorhandener Gebäude und Infrastrukturen mit möglichst geringen Mitteln zu verlängern. Und das, was wir neu bauen, sollte qualitätsvoll, wohlgestaltet und zukunftsgerecht sein, damit es künftige Generationen lange nutzen, schätzen und schützen können. Es ist an uns allen, die Ressource Architektur mit ihrer Kreativität und ihrem Einfallsreichtum in den Dienst der gebauten Umwelt, der Baukultur und der Menschen zu stellen.

Der Tag der Architektur gibt wichtige Anstöße in diesem Spannungsfeld, es werden Lösungswege für die Wertschätzung des Vorhandenen und für die Gestaltung unserer Zukunft aufgezeigt. Ich lade Sie ein, in diesen Diskurs einzusteigen.

 

Anne Katrin Bohle

Staatssekretärin im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat

 

Tag der Architektur findet immer am letzten kompletten Juniwochenende statt

In Schleswig-Holstein findet er abweichend - meist zwei Wochen vorher - statt, da in der letzten Juniwoche traditionell die Kieler Woche die Besucher anlockt.

 

Das Programm des Tags der Architektur

Geboten wird immer ein breites Spektrum an Bautypologien: Privathäuser, neue Miet- und Eigentumswohnungen, Bauwerke für Büro und Verwaltung, für Schule und Bildung, für Senioren und Kinder, für Handwerk und Gewerbe bis hin zu Gärten und Parks.

Für die Besucher ergibt sich der besondere Reiz am Tag der Architektur daraus, dass die meisten Objekte üblicherweise nicht für Interessierte offen stehen. Außerdem können sie neben vielfältigen Anregungen für eigene Planungs- und Baumaßnahmen auch im direkten Gespräch mit den Fachleuten vor Ort Positionen diskutieren, Probleme lösen und Fragen erörtern.

 
 

In einigen Bundesländern findet der Tag der Architektur in diesem Jahr nur digital und online statt.

Bitte informieren Sie sich in ihrem Bundesland!